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GdP Bundespolizei: Der Mob war das Problem, nicht die Flüchtlinge oder die Polizei!

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wehrt sich gegen pauschale Kritik gegen den Polizeieinsatz in Clausnitz im Zusammenhang mit der Belegung einer Asylunterkunft am vergangenen Donnerstagabend.

„Es kann nicht angehen, dass von der Politik ein Urteil gefällt wird, bevor die vollständige Lage bekannt ist. Dass in den Medien auf Basis von aus dem Zusammenhang gerissenen Videoschnipseln Meinung gemacht wird, ist schon kaum zu akzeptieren. Von der Politik ist aber gerade in der derzeit gesellschaftlich angespannten Situation mehr Bedachtheit bei der Einschätzung solcher Ereignisse und auch bei der Wortwahl von allen Beteiligten angebracht. Man macht es sich sehr einfach, der Polizei reflexhaft Versagen vorzuwerfen“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei.

„Die Polizei hat die Aufgabe, das Recht durchzusetzen. Und das bedeutete an diesem Abend: Mit einer Handvoll Polizeikräften aus Landes- und Bundespolizei in einem hoch emotional aufgeladenen Umfeld gegen das Gebrüll, die Drohungen und Blockaden der Protestierer sicherzustellen, dass Flüchtlinge ihre Unterkunft beziehen können. Ich sage ganz deutlich: Der brüllende Mob ist der Verursacher des Problems, nicht die Flüchtlinge, deren Reaktionen zum Teil aber ebenfalls nicht hilfreich waren. So waren unsere Kollegen mittendrin in einer Situation, die drohte weiter zu eskalieren und mussten entscheiden, wie sie diese Situation bestmöglich entschärfen“, so Radek.