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GdP Bundespolizei: GdP-Bundesvorsitzender besucht die GSG 9

Bonn/Berlin.

Zu einem Informationsaustausch traf sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut, begleitet vom GdP-Bezirksvorsitzenden Josef Scheuring und dem Vorsitzenden des Bundespolizei -Gesamtpersonalrates beim Bundespolizeipräsidium, Bernd Freund, mit dem Kommandeur der GSG 9, Olaf Lindner, seinem Stellvertreter, Reimund Gans, und dem Stabsbereichsleiter Technik Dr. Peter Kolla am Standort der GSG 9 in Hangelar.

Das Bundespolizeipräsidium hatte Ralf Schröder zu diesem Treffen entsandt. Die Führung der GSG 9 stellte dabei mit beeindruckenden Dokumenten die hohe Leistungsfähigkeit der ältesten, in Europa arbeitenden, polizeilichen Spezialeinheit dar. Olaf Lindner ging dabei auch auf die Zusammenarbeit der polizeilichen Spezialeinheiten von Bund und Ländern in Deutschland ein. Er stellte dabei fest, dass es gute Schritte zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit gebe, aber auch noch weitere Möglichkeiten zu einer stärkeren Vernetzung vorhanden wären. Dabei dürfe grundsätzlich nicht zuerst die Frage gestellt werden, wer für die jeweilige Spezialaufgabe zuständig sei. Vielmehr sei es wichtig, die Einheit einzusetzen, die am kompetentesten reagieren könne.

Dr. Peter Kolla stellte dann die sich permanent verändernden technischen Herausforderungen und die Antworten der GSG 9 auf diese Herausforderungen dar. Besonders beindruckt zeigte sich Bernhard Witthaut vom Stand der europäischen und internationalen Zusammenarbeit der Spezialeinheiten. Dazu wurde im Jahr 2002 nach den Terroranschlägen auf die Vereinigten Staaten von Amerika innerhalb der Europäischen Union der Atlas-Verbund gegründet, in dem 32 europäische Polizeispezialeinheiten aus den 27 EU-Migliedstaaten vereint sind.

Die GSG 9, die am Aufbau dieser Gruppe ganz entscheidend mitgewirkt hat, stellt mit Olaf Lindner ab Oktober 2012 für vier Jahre auch den Präsidenten der Atlas-Gruppe. Josef Scheuring sagte, die GSG 9 sei nicht nur für die Entwicklung der Bundespolizei in Deutschland ein ganz wichtiges Aushängeschild. Die Spezialeinheit sei auch für das Sicherheitsgefühl der Menschen in Deutschland ein ganz herausragender Faktor. “Relativ wenige Menschen leisten mit geringem Kostenaufwand einen unbezahlbaren Beitrag für das Sicherheitsgefühl von vielen Millionen Menschen”, so Scheuring. Er bat den Kommandeur der GSG 9, die Gewerkschaft der Polizei bei ihren Überlegungen zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der Sicherheitsarchitektur in Deutschland und Europa zu beraten.

Bernhard Witthaut sagte der GSG 9 die Unterstützung der Gewerkschaft der Polizei, bei ihrer wichtigen und herausfordernden Arbeit zu. Er betonte, wie wichtig es sei, dass gerade in diesem hochsensiblen Bereich staatlich legitimierte, polizeiliche Einsatzkräfte vorhanden seien.