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GdP Bundespolizei: Massiver Anstieg illegaler Migration nach Deutschland

Berlin/Hilden.

Die illegale Migration nach Deutschland, die sich bereits in den letzten beiden Jahren deutlich verstärkt hat, ist im Jahr 2013 noch einmal massiv angestiegen. Mehr als 17.000 festgestellte, unerlaubte Einreisen im ersten Halbjahr 2013 bedeuten noch einmal eine Steigerung um 20% im Bezug zum Vergleichszeitraum 2012. Gleichzeitig müssen wir, auch aufgrund vorliegender Messzahlen davon ausgehen, dass die Zahl der nicht festgestellten, unerlaubten Einreisen nach Deutschland um ein vielfaches größer ist.

Die illegale Migration wird zu Teilen von kriminellen Schleuserorganisationen gesteuert, die die illegal einreisenden Menschen auch noch finanziell ausbeuten. Die Zahl von geschleusten Personen ist im ersten Halbjahr 2013 auf nahezu 4.000 und damit um fast 50 Prozent und die Zahl der festgestellten Schleuser ist auf 840 und damit um 80 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 gestiegen. Das stellte die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin fest. "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir inzwischen ein massives Problem illegaler Einreisen nach Deutschland haben. Da bisher keine wirksamen Abwehrmechanismen gegen diese Entwicklung eingeleitet wurden, muss davon ausgegangen werden, dass sich diese Entwicklung immer weiter verstärkt. Opfer dieser Entwicklung sind dabei vor allem die illegal Einreisenden selbst. Sie werden nicht nur häufig von Schleppern kriminell ausgenommen, sondern halten sich dann auch illegal und ohne jegliche soziale Sicherung auf und sind der Ausbeutung auch durch illegale Beschäftigung schutzlos ausgesetzt.

Das massive Aufwachsen illegaler Einreisen ist aber auch geeignet, die Akzeptanz für die richtige und notwendige Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und aus anderen Gründen politisch verfolgten Menschen in unserem Land zu reduzieren. Wir erwarten deshalb, dass sich die neu gewählte Bundesregierung zügig und ernsthaft mit dem Problem illegaler Migration auseinandersetzt und wirksame Gegenmaßnahmen einleitet, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei.