Zum Inhalt wechseln

GdP Bundespolizei fordert Bundesregierung bei der Luftsicherheit zum Handeln auf

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht sich nach der Bestätigung der Sicherheitslücken an deutschen Flughäfen durch die Bundesregierung in ihren Forderungen bestärkt. Nach jüngsten Medienberichten hat die Bundesregierung erstmals offiziell mangelnde Sicherheit an Flughäfen eingeräumt. Die GdP sieht die Ursache dafür in der Privatisierung der Luftsicherheitskontrollen und fordert eine Rückführung dieser Aufgaben in die Hände der Bundespolizei.

„Die Luftsicherheit ist eine hoheitliche Aufgabe. Die potenziell hohen Sicherheitsrisiken sind spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 jedem bekannt. Dass man Personenkontrollen aus der Hand gegeben und privaten Sicherheitsfirmen übertragen hat, passt damit nicht zusammen. Das Eingeständnis der Bundesregierung gibt uns nun Recht. Doch jetzt ist Handeln angesagt", so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolizei.

Hohe Fluktuation, mangelhafte Ausbildung und niedrige Bezahlung kennzeichnen laut Gewerkschaft die privaten Sicherheitsfirmen. Die GdP schlägt daher den Aufbau einer Körperschaft des öffentlichen Rechts vor, die deren Aufgaben unter Kontrolle der Bundespolizei übernimmt. Außerdem will sie einen eigenen Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Luftsicherheit.
„Die fortgesetzten Probleme lassen nur diesen einen Schluss zu. So hätten wir eine zuverlässige Kontrolle über Personalauswahl, Ausbildung und alle Arbeitsabläufe. Wir können dann ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten, das die Bürger zu Recht erwarten dürfen. Alles andere ist unverantwortlich“, so Radek.