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GdP Bundespolizei mahnt Kanzlerin zu Taten

Berlin.

Über 100 Bundespolizeikräfte aus ganz Deutschland, die im Rahmen der Grenzkontrollen im Einsatz waren, sind am Mittwoch zu einem Motivations- und Danksagungstreffen mit der Bundeskanzlerin und dem Bundesinnenminister nach Berlin geladen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, mahnt die Kanzlerin aus diesem Anlass an ihr Versprechen, die deutschen Sicherheitsbehörden personell und finanziell so auszustatten, dass sie Sicherheit bestmöglich gewährleisten können.

Diese Zusage hatte Merkel in ihrer Regierungserklärung am 15. Januar nach den Anschlägen von Paris gemacht. Damals wollte sie die Sicherheitsbehörden „in die Lage versetzen, ihre Arbeit auch unter veränderten Lageanforderungen und veränderten technischen Rahmenbedingungen zu erbringen.“

„Bereits Anfang des Jahres fehlten uns in der Bundespolizei 3.600 Polizisten. Und damals war die Mehrbelastung durch die Massenmigration noch nicht eingerechnet“, erklärt Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolizei. Im Bereich der Verwaltung mangelt es ebenfalls an Personal, um die Polizisten auf der Straße von administrativen Aufgaben zu entlasten. Außerdem braucht es laut GdP Investitionen in Höhe von 437 Mio. Euro in die Ausstattung der Polizisten, zum Beispiel für Schutzkleidung, und rund 200 Mio. Euro für die Sanierung maroder Gebäude.

„Es ist gut und richtig, dass durch dieses Treffen mit unseren Kollegen die Wertschätzung der Arbeit der Bundespolizei zum Ausdruck gebracht wird. Aber wenn man die Menschen motivieren und ihnen auch dauerhaft für ihre Arbeit Respekt zollen möchte, dann müssen den warmen Worten auch Taten folgen“, so Radek.