Zum Inhalt wechseln

Delegiertentag

Jörg Radek mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der GdP Bundespolizei gewählt

Hilden/Potsdam.

Mit überwältigender Mehrheit wurde der Uelzener Polizeihauptkommissar Jörg Radek (54) zum neuen Vorsitzenden des GdP-Bezirks Bundespolizei gewählt. Jörg Radek, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP ist,  erhielt 96 Prozent der Stimmen. Radek machte deutlich, dass er den erfolgreichen Weg seines aus Altersgründen ausgeschiedenen Amtsvorgängers Josef Scheuring konsequent  fortsetzen will. Unter dem Motto „Klartext Reden – Zukunft gestalten“ beraten vom 25. bis 27. März 2014 in Potsdam über 300 Delegierte aus allen Teilen der Bundespolizei über die Leitlinien der Gewerkschaftspolitik der kommenden vier Jahre.

"Dieses Land und seine Bürger brauchen heute für ihre Sicherheit dringender denn je eine gut aufgestellt, professionelle Bundespolizei und eine starke Bundesfinanzpolizei", so Radek, "Das ist politisch nicht zum Nulltarif zu haben!" Der neue Vorsitzende sieht dabei zwei Kernthemen seiner Arbeit: Der Abbau der wissenschaftlich festgestellten dramatischen Überlastung der Bundespolizei und ein deutlich besserer Ausgleich zwischen Familie und Beruf haben für den Polizeigewerkschafter höchste Priorität.

"Die Bundespolizei hat bekannt schwere personalstrukturelle und finanzielle Probleme, die jetzt von der Bundesregierung endlich angepackt werden müssen", so Radek. "Alle Diagnosen liegen auf dem Tisch und sind im Bundestag ausführlich debattiert, der Bundesinnenminister und der Bundesfinanzminister müssen nun zum Kurieren schreiten."

Aus Sicht der GdP müssen den gestrigen Ankündigungen von Bundesinnenminister de Maizière zu einer stärkeren Bekämpfung der Grenzkriminalität echte Taten bei den Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2014/2015 folgen. "Die Grenzbevölkerung stöhnt unter einem weiteren Kriminalitätsanstieg von fast zehn Prozent im letzten Jahr. Dem kann die Bundespolizei als deutsche Grenzpolizei nicht mit tröstenden Worten statt mit Personal und Streifenpräsenz kommen. Das ineffektive Stopfen von Löchern mit Löchern muss ein Ende haben", so Jörg Radek.

Die Technische Universität Chemnitz hatte dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages einen Katalog dringend notwendiger Maßnahmen zu Konsolidierung der Bundespolizei vorgelegt. "Der Koalitionsvertrag verspricht ebenfalls eine 'Konsolidierung' der Bundespolizei. Davon ist bisher nichts zu spüren. Aber genau diese Zusicherung des Koalitionsvertrages fordern wir als finanzielles und personelles Konsolidierungsprogramm jetzt auch ein. Die Bundesregierung und der Bundesinnenminister müssen nun nach 100 Tagen Orientierungsphase tatkräftig unsere Personal- und Finanzprobleme lösen", fordert der GdP-Vorsitzende der Bundespolizei.

Im Hinblick auf die aktuell stattfindenden Tarifauseinandersetzungen forderte Radek einen fairen Anteil für die Beschäftigten von Bund und Kommunen an der guten Einnahmeentwicklung des Staates. "Man kann nicht glaubhaft die steigende Gewalt gegen Polizeibeamte politisch beklagen und sich, wenn es um Einkommenserhöhungen geht, mit Sprüchen in die Büsche schlagen", so Radek.

Als weitere Mitglieder wurden in den Geschäftsführenden Bezirksvorstand gewählt: Sven Hüber, Frank Buckenhofer, Karlfred Hofgesang, Rüdiger Maas (alle stellvertretende Vorsitzende), Klaus Borghorst (Kassierer), Martin Schilff (Schriftführer), Berthold Hauser, Erika Krause-Schöne und Arnd Krummen (Mitglieder).

Dem Vorstand steht Martin Schmitt als Bezirksredakteur als verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift Deutsche Polizei - Bezirksjournal Bundespolizei unterstützend zur Seite.