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GdP: Bundesweitem Blitzmarathon fehlt verkehrserzieherische Nachhaltigkeit

Berlin.

Als "verkehrspolitisches Feigenblatt" bezeichnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) den für Donnerstag, 18. September, geplanten bundesweiten Blitzmarathon. Es sei zwar richtig, Rasern plakativ klar zu machen, dass sie durch das Fahren mit unverhältnismäßig hoher Geschwindigkeit nicht nur sich selbst, sondern vor allem andere massiv gefährden, jedoch fehle nach Auffassung der GdP die für den breiten Erfolg der Maßnahme unerlässliche Nachhaltigkeit.

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow sagte heute in Berlin: "Rücksichtslose Raser bringen oft genug großes Leid über die Opfer von Verkehrsunfällen und deren Familien. Mehr Verkehrssicherheit ist aber nur mit mehr Polizei zu schaffen. Eine spürbare Wirkung erzielen kann nur eine kontinuierliche polizeiliche Verkehrsüberwachung verbunden mit einer stärkeren Präsenz der Polizei auf den Straßen. Durch die seit Jahren fortschreitende Ausdünnung der polizeilichen Verkehrsüberwachung wird der von der Politik vom Blitzmarathon erhoffte Effekt daher sehr schnell verpuffen." Der Streifenwagen im Rückspiegel jedoch erinnere auch den größten Verkehrsrüpel daran, sich an die Verkehrsregeln zu halten, so der GdP-Bundesvorsitzende.

Malchow mahnte unterdessen, dass die bundesweit mit mehreren tausend Polizeibeamten sehr personalintensiv durchgeführte Geschwindigkeitsüberwachung dazu führen werde, dass an diesem Tag andere polizeiliche Aufgaben zurückgestellt werden müssten.
Foto: Erich Kasten - pixelio.de