Zum Inhalt wechseln

GdP-Chef Malchow bei "West ART Talk" im WDR - Sonntag, 7. Juni 2015, 11.00 - 12.25 Uhr

TV-Tipp: Widerstand ist zwecklos! - Wohin bewegt sich unsere Protestkultur

Köln/Berlin.

Schloss Elmau, ein idyllischer Ort in Oberbayern. An diesem Wochenende ist es vorbei mit der Ruhe. Denn Bundeskanzlerin Angela Merkel läd zum G7-Treffen in die Berge. Am ersten Sonntag im Juni begrüßt sie als Gastgeberin auf Schloss Elmau die Staats- und Regierungschefs der sieben größsten Industrienationen. 48 Stunden lang diskutieren die Mächtigen gemeinsam mit den Präsidenten der EU-Kommission und des Europäischen Rates über internationale Krisen, Entwicklungs- und Klimapolitik. Ein Großaufgebot der Polizei kommt bei den Protesten zum Einsatz. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow hat sich kur zuvor ein Bild der Lage gemacht und Einsatzkräfte sowie GdP-Betreuerteams vor Ort besucht. Er diskutiert mit, am Sonntag beim "West ART Talk" im WDR-Fernsehen zum Thema Protestkultur.

Proteste seien da vorprogrammiert, heißt es in der Ankündigung zur Sendung. Und weiter: "17.000 Polizisten werden Zehntausenden G7-Gegnern gegenüberstehen. Deren Kritik richtet sich vor allem gegen eine Politik, die für Ausbeutung und Kriege steht. Ein Zaun rund um das Gelände soll die Demonstranten auf Abstand halten. Ob das gelingt, wird sich zeigen. Das Bundesinnenministerium rechnet laut 'Spiegel' mit ernsthaften Zwischenfällen. Denn die Gruppen sind alles andere als homogen.

Protestgegner werden immer gewaltbereiter

Sie reichen vom linksradikalen über das bürgerliche bis hin zum rechten Spektrum. Vor allem aber werden sie immer gewaltbereiter. So flogen im Frühjahr bei Protesten des linken Bündnisses Blockupy gegen die Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt Steine und brannten Autos. Die wachsende Brutalität zeigte sich auch bei Aufmärschen rechter Gruppierungen wie kürzlich in Dortmund.

Wie konnte es so weit kommen und wird die Gewalt weiter zunehmen? Was bedeutet das für unsere Protestkultur und die Lebendigkeit unserer Demokratie? Und welchen Anteil daran hat der Führungsstil der Regierung?"

Moderiert wird die Live-Sendung von Holger Noltze. Seine Gäste am Sonntagmorgen sind:

Gülşen Çelebi
Die Anwältin hält es für wichtig, für demokratische Werte öffentlich einzustehen. Auf dem Balkon ihrer Düsseldorfer Kanzlei leistet sie aktiven Widerstand gegen die "Dügida"- Proteste.

Karl-Heinz Dellwo
Als RAF-Mitglied war er 1975 an der Besetzung der Botschaft in Stockholm beteiligt und saß mehr als 20 Jahre in Haft. Heute kämpft er als Dokumentarfilmer und Verleger für die linke Bewegung.

Oliver Malchow
Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei kritisiert, es fehle an Personal, um der zunehmenden Gewalt bei Demonstrationen und Protesten zu begegnen.

Jutta Sundermann
Die Gründerin von Attac Deutschland setzt sich unter anderem gegen Atomkraft, Bankenmacht oder Gentechnik ein und kämpft gegen die politische Alternativlosigkeit.

Andreas Zick
Der Konfliktforscher beschäftigt sich mit Menschenfeindlichkeit, Vorurteilen, Diskriminierung und Gewalt. Er hält die normbildende Mitte der Gesellschaft für instabil und brüchig.

Link: Homepage zur Sendung