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GdP-Chef warnt vor Katastrophentourismus

Malchow: Gaffer in Hochwassergebieten gefährden Rettung von Menschenleben

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) appelliert angesichts der dramatischen Hochwassersituation in Teilen Deutschlands an die Bevölkerung, den sogenannten Katastrophentourismus dringend zu unterlassen. Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow: „Die Kolleginnen und Kollegen müssen immer wieder gegen Neugierige vorgehen, gerade auch an Wochenenden, die die Arbeit der Einsatzkräfte behindern. Wichtigste Aufgabe der Polizistinnen und Polizisten in den überschwemmten Gebieten ist es jedoch, diese Regionen abzusperren, Menschen aus den Gefahrenzonen zu bergen und verlassene Häuser vor möglichen Plünderungen zu schützen.“ Die Polizei sei pausenlos im Einsatz, um den Rettungskräften vor Ort so den Rücken für ihre Maßnahmen freizuhalten.

Im von den Wassermassen bedrohten Dresden beispielsweise haben Meldungen zufolge Schaulustige bereits Rettungswege zugestellt und so die Arbeiten der Einsatzkräfte vor dem Hintergrund des Katastrophenalarms massiv behindert. Auch das Betreten von Deichen für ein Fotomotiv ist verboten und lebensgefährlich.

Malchow: „Das Vorgehen gegen neugierige Gaffer ist eine zusätzliche und unnötige Aufgabe für die Beamtinnen und Beamten, die in diesen Stunden vor allem das Retten von Menschenleben unterstützen.“ Der GdP-Bundesvorsitzende verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass unbelehrbare Schaulustige, die die Rettungsarbeiten schwer behindern, mit Platzverweisen bis hin zu Strafen rechnen müssen.


Foto: Falk Jaquart - pixelio.de