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GdP: Gefährlicher Personalabbau bei Bundespolizei und Zoll

Hilden/Berlin.

Trotz zunehmender Aufgabenfülle und anhaltender Terrorbedrohung hat die Bundesregierung in den lezten Jahren bei Bundespolizei und Zoll deutlich Personal abgebaut. So wurde die Personalstärke der Bundespolizei seit 2009 um ca. 400 Stellen verringert und das obwohl der Bundespolizei mit den Luftfrachtkontrollen zur Terrorabwehr eine zusätzliche Aufgabe übertragen wurde. Beim Zoll, der ebenfalls in sicherheitssensiblen Bereichen arbeitet, sind seit Jahren sogar mehr als 3.600 Stellen nicht besetzt.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, kritisiert diese Entwicklung massiv, denn die Folge ist eine extreme Überlastung des vorhandenen Personals. Seit Jahren beobachtet die GdP steigende Burn-out-Raten und zunehmende Erkrankungen in den Dienststellen. Allein in der Bundespolizei können täglich 3.000 Beschäftigte krankheitsbedingt nicht ihrer Arbeit nachgehen. Die Folgen dieser Entwicklung sind: Weniger Einsatz zur Sicherung der staatlichen Einnahmen, bei der Bekämpfung illegaler Migration und krimineller Folgeerscheinungen, zur Abwehr von Gewalttaten in den öffentlichen Verkehrsräumen und vor allem auch zur Terrorbekämpfung.

„Diese anhaltende Personalunterdeckung wird den stetigen Herausforderungen im Sicherheitsbereich nicht gerecht. Wir halten diese Entwicklung für grundfalsch und fordern die Bundesregierung dazu auf, ihren Sicherheitsbehörden endlich das dringend benötigte Personal zu Verfügung zu stellen,“ so Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirk Bundespolizei.