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GdP Hamburg: Eklatante Personalnot in den Verkehrsstaffeln und Aufgabenverschiebung gefährdet nachhaltige Verkehrssicherheitsarbeit!

Hamburg.

Die personelle Besetzung der Dienstgruppen der Verkehrsstaffeln ist mittlerweile Lichtjahre von den vorgesehen Soll-Stärken entfernt. Die professionelle und bürgernahe Verkehrssicherheitsarbeit ist angesichts von jährlich 65.000 Verkehrsunfällen, ca. 8-9.000 verletzten Personen und ca. 20-35 Verkehrstoten in Hamburg so nicht mehr durchführbar.

Unter diesen Bedingungen werden die „verbliebenen“ Kolleginnen und Kollegen Wochenende für Wochenende für Verkehrsregelungsmaßnahmen anlässlich besonderer Einsatzanlässe oder für den Objektschutz herangezogen - wer sollte es angesichts der Personalnot an den Polizeikommissariaten und der Dienststelle „Objektschutz“ auch machen?

Dazu Gerhard Kirsch, Landesvorsitzender der GdP Hamburg:
„Von einer bürgernahen und nachhaltigen Verkehrsüberwachung, die ja nicht unwesentlich auch Kriminalitätsbekämpfung beinhaltet, kann nicht mehr die Rede sein. Allein in den nächsten 5 Jahren werden die Verkehrsstaffeln rd. 60 Mitarbeiter durch Pensionierungen verlieren. Dieser Verlust zählt doppelt, weil diese Kollegen ihr Fachwissen mit in die Pension nehmen. Das hat auch erhebliche Auswirkungen auf die professionelle Verkehrsunfallaufnahme und den Ermittlungsdienst!“

Und Gerhard Kirsch weiter:
„Mit der Einrichtung einer eigenständigen Verkehrsdirektion wurde in Hamburg erstmals dem hohen Stellenwert der Verkehrssicherheitsarbeit Rechnung getragen. Andere Bundesländer haben es kopiert - und was macht Hamburg? Eine Umorganisationsrolle rückwärts, die sich bitter auswirkt!
Aktionen, die kurzfristig und mit erheblichem Aufwand öffentlichkeitswirksam aus dem Boden gestampft werden, werden die Defizite in der Verkehrssicherheitsarbeit nicht mehr länger überdecken können.
Während der Sportsenator über olympische Spiele fabuliert, lässt der Innensenator seine Hausaufgaben liegen.“