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Wirtschaftlichkeitsuntersuchung: Reiterstaffel bleibt

GdP Hamburg: Entscheidung zugunsten der Reiterstaffel getroffen - Richtige Prioritäten gesetzt?

Hamburg.

Am 07.03.2011 bezeichnete der jetzige Fraktionsvorsitzende der SPD, Dr. Andreas Dressel, die Reiterstaffel als „PR – Gag“ des Innensenators Ahlhaus und der damaligen Polizeiführung. „In Zeiten, wo anderswo Personal abgebaut werde…frage man sich, ob Hamburg Geld hat für ein zweifelhaftes Reiterdenkmal“, so der jetzige SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Dressel damals.

Die Rahmenbedingungen für die Hamburger Reiterstaffel haben sich seit 2011 offenbar vollkommen verändert. Eine aktuelle
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Kosten - Nutzen Verhältnis der Reiterstaffel führte nun zu einem positiven Votum der Amtsleitung.

Aus Sicht der GdP sind neben den wirtschaftlichen Erwägungen aber auch einsatztaktische Bewertungen vorzunehmen. Dabei ist zu erheben, ob die Hamburger Reiterstaffel in ihrer derzeitigen Struktur den gestellten Einsatzanforderungen gerecht werden kann. Dies wurde im letzten Jahr ins Gespräch gebracht, aber nicht durchgeführt.

Gerhard Kirsch, amtierender Landesvorsitzender der GdP Hamburg, bewertet die nun getroffene Entscheidung kritisch: „Falls tatsächlich durch die Beibehaltung der Reiterstaffel ein Beitrag zur Stärkung der Inneren Sicherheit in Hamburg geleistet wird, darf dies jedoch nicht zu Lasten anderer, dringender Probleme in der Hamburger Polizei gehen.“

Gerhard Kirsch weiter: „Die schwierige und angespannte Beförderungssituation, Abschaffung der Freien Heilfürsorge, schleichender Personalabbau in der Verwaltung der Hamburger Polizei und die Unwägbarkeiten bei der Umsetzung von ProMoD – das sind die
Probleme, die endlich angepackt werden müssen!“