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GdP-Hamburg: Wirklich nicht, Herr Bürgermeister?

Hamburg.

In einem großen Interview der „Bild“-Zeitung (21.07.2009) äußerte der Bürgermeister Ole von Beust auf die Frage, wo denn der Rotstift angesetzt werde: „…Und ich werde von den Beamten keine Sonderopfer verlangen. Alles andere kommt auf den Prüfstand.“ Die Gewerkschaft der Polizei hat die Aussage des Bürgermeisters, keine Sonderopfer von den Polizeibeamten zu verlangen, mit Befriedigung vernommen. Wir gehen davon aus, dass der Begriff der Sonderopfer auch sonstige Opfer einschließt! Wird man aber dieser Aussage trauen können?

Dazu der Stellvertretende Landesvorsitzende Uwe Kossel: „An diesen Aussagen wird sich der Erste Bürgermeister auch nach der Bundestagswahl messen lassen müssen.“

Die GdP wird diese Ankündigung täglich und besonders nach den Bundestagswahlen auf den Prüfstand stellen.

Seit 2005 hat sich die Personalmisere der Hamburger Polizei dramatisch zugespitzt. Ca. 160 vorhandene Stellen wurden nicht besetzt; der Personalbestand wurde um fast 500 Stellen (Beamte / Angestellte) reduziert.

Die Folge ist eine nicht hinzunehmende Dauerbelastung der Kolleginnen und Kollegen bei weiter steigender Anzahl der Einsatzanlässe!

Bereits am kommenden Wochenende wird die dramatische Folge des Personalabbaus wieder deutlich. Die Polizei Hamburg hat mehrere Großereignisse zu bewältigen. Dies kann sie nur, in dem das Personal an den Revieren weiter reduziert und für diese Einsätze zusammengefasst wird.

Mit dieser Politik läuft der Senat Gefahr, die innere Sicherheit dieser Stadt zu gefährden. Die GdP fordert den Senat auf, den Personalnotstand bei der Hamburger Polizei endlich zu beseitigen. Uwe Kossel weiter: „Weitere Einschnitte des Personals sind nicht mehr zu verantworten!“