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GdP M-V: Forderung der Grünen nach Abschaffung der Polizeihubschrauber ist unsinnig und gefährdet Leben und Gesundheit

Schwerin.

Die jüngste Forderung des Landtagsabgeordneten Johannes Saalfeld der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Landtag Mecklenburg-Vorpommern nach Abschaffung der Polizeihubschrauber gefährdet nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in hohem Maße das Leben und die Gesundheit der Menschen in unserem Land.

Der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP, Christian Schumacher dazu „Aus dem Einsatz des Polizeihubschraubers anlässlich der Rettung von Personen scharfsinnig zu schlussfolgern, dass dieser überflüssig sei, könnte in mangelnder Sach- und Fachkenntnis der Grünen begründet sein, ist aber in jedem Fall unsinnig.“

Ein Polizeihubschrauber wird selbstverständlich auch zur Rettung von Personen eingesetzt. Ihm obliegen darüber hinaus viele andere Aufgaben. Allein 115 Einsätze zur Suche vermisster Personen im ersten Halbjahr 2010, darunter nicht wenige Kinder und Hilflose, rechtfertigen jederzeit die Hubschrauberstaffel der Landespolizei. „Uns steht oftmals nur wenig Zeit zur Verfügung, da können wir nicht erst Anmietungen vornehmen.“, so Schumacher weiter.

Auch Aufklärungs- und Observationsflüge, Fahndungsflüge und Einsätze im Katastrophenfall bestimmen den Polizeialltag in einem Flächenland.

Schumacher weiter: „Mit seiner unsinnigen Forderung beweist Herr Saalfeld darüber hinaus, dass er sich mit den negativen Auswirkungen der Föderalismusreform auf die Polizeien der Ländern bisher nicht auseinandergesetzt hat. Denn sonst wüsste er, dass die Polizeien kaum noch miteinander vergleichbar sind. Schon eine differenzierte politische Prioritätensetzung führt zum Auseinanderdriften der Länder.“