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GdP M-V begrüßt Arbeitsgruppe „Gesichtsscanner“

Schwerin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Mecklenburg-Vorpommern begrüßt den Vorschlag von Innenminister Lorenz Caffier, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um die technischen und rechtlichen Möglichkeiten des Einsatzes von sogenannten Gesichtsscannern zur Durchsetzung von Stadionverboten zu prüfen.

Der Landesvorsitzende der GdP, Michael Silkeit stellte dazu fest: „Wir haben nun einmal ein erhebliches Problem mit Gewalttätern in Stadien. Der Hilferuf des F.C. Hansa aus dem vergangenen Jahr beweist uns, dass die Vereine allein nicht mehr in der Lage sind, diesem Problem Herr zu werden. Da auch die Politik in Bund und Länder nicht die Universallösung zur Hand hat, ist es durchaus legitim, wenn alle Beteiligten in alle Richtungen nachdenken.“

Für die Gewerkschaft der Polizei Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit weniger eine rechtliche, denn eher eine tatsächliche Hürde erkennbar. So ist nach Ansicht der GdP der Einsatz biometrischer Geräte mit Kennzeichenlesegeräten auf den Autobahnen vergleichbar, gegen die keine verfassungsrechtlichen Bedenken.

„Das tatsächliche Problem dürfte zur Zeit eher im Bereich der fehlenden biometrischen Datenbasis liegen.“, so Silkeit weiter.