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GdP M-V fordert Lebensarbeitszeitkonten im Polizeivollzugsdienst

Schwerin.

In einem Schreiben an Innenminister Lorenz Caffier forderte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten in der Landespolizei. Anlass war der diesjährige Jahresbericht des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommern, der sich unter anderem mit der Mehrarbeit in der Landespolizei beschäftigte. So schätzte der LRH ein: "Die Polizeibeamten könnten anhand angesparter Mehrarbeitsstunden ihre Arbeitszeit flexibler gestalten und ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen."

Christian Schumacher: "Angesichts der erheblichen Mehrarbeitsbelastung im Polizeivollzugsdienst brauchen wir dringend Motivationsinstrumente."

Die Mehrarbeitsbelastung hatte im Jahr 2012 wieder einen traurigen Höchststand von 241.000 Mehrarbeitsstunden erreicht. Um den dramatischen Anstieg zu verdeutlichen reicht ein Vergleich mit dem Jahr 1998. Damals betrug die Mehrarbeit ebenfalls ca. 240.000 Stunden. Allerdings arbeiteten damals über 1000 Beschäftigte mehr in der Landespolizei.

Die GdP nahm die Anregung des LRH zum Anlass um den Minister gleichzeitig zu neuerlichen Verhandlungen zu einem Attraktivitätsprogramm aufzufordern. Das Programm unterbreitet unter anderem Vorschläge, wie zukünftig mit einer älter werdenden Polizei umzugehen ist.