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GdP MV: "Auch WIR haben ein Anrecht auf Privatleben!“ - Schutz von Polizisten in der Freizeit verbessern

Schwerin/ Rostock.

Schon wieder erreichten die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Informationen aus Rostock, dass am Wochenende Polizisten grundlos in ihrer Freizeit massiv durch Gewalttäter angegriffen wurden. "Während jeder Berufstätige in seiner Freizeit sein Privatleben genießen kann, scheinen Polizisten immer mehr zum Freiwild zu werden", so der GdP-Landesvorsitzende Christian Schumacher.

Schumacher weiter: "Abends mal weggehen, ein Konzert besuchen oder einfach in die Disco ist für jedermann ganz normal. Leider gilt das nicht für Polizistinnen und Polizisten. Diese werden auch außerhalb des Dienstes zunehmend Opfer von Gewalt, wenn sie als Polizeibeamte erkannt werden. Es geht dabei längst nicht mehr um verbale Beleidigungen wie 'Scheißbulle' oder 'Polizistenschlampe', sondern um massive körperliche Gewalt. Gewalt gegenüber Polizeibeschäftigte wird anscheinend von Teilen der Bevölkerung immer mehr, als legitimes Protestmittel gegen den deutschen Rechtsstaat missverstanden.“

Diese gesellschaftliche Entwicklung betrachtet die GdP mit großer Sorge. Bundesweit erfolgten 2014 täglich mehr als 150 Straftaten gegen Polizistinnen und Polizisten. Insgesamt stieg die Zahl seit der erstmaligen statistischen Erfassung im Jahre 2011 von 48.752 auf 55.738 im Vorjahr. Die GdP hat am Rande der Frühjahrskonferenz der Innenminister von Bund und Ländern in Mainz nochmals auf das besorgniserregend gestiegene Ausmaß der Angriffe gegen Polizistinnen und Polizisten in Deutschland hingewiesen und eine Petition mit der Forderung für einen neuen Straftatbestand übergeben.

"Wer einen Polizeibeschäftigten in seiner Freizeit attackiert, nur weil dieser Polizist ist, muss sich bewusst sein, dass dies der Staat und wir als Gewerkschaft der Polizei nicht akzeptieren werden. Wir fordern daher schnellstmöglich die Schaffung eines neuen Straftatbestandes Paragraf 115 StGB“, so Schumacher.

Den verletzten Kollegen wünschen wir gute Besserung.