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GdP M-V begrüßt Dunkelfeldstudie für Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin.

Bisher wurde die Entwicklung der Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern nur durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) dargestellt. Die PKS gibt aber lediglich an, wie viele Straftaten angezeigt wurden und nicht, wie viele tatsächlich stattgefunden haben. Dieses Dunkelfeld soll nun durch eine Dunkelfeldstudie erhellt werden. "Damit wird durch das Innenministerium endlich eine langjährige Forderung der Gewerkschaft der Polizei erfüllt", so der GdP-Landesvorsitzende Christian Schumacher.

Wenn die Ergebnisse anderer Bundesländer auf Mecklenburg-Vorpommern übertragbar sind, würde es sich um tausende Straftaten handeln, die nicht angezeigt werden. Als Ursache für dieses Verhalten wird in vergleichbaren Dunkelfeldstudien auch eine sich stetig verringernde Anzahl von Polizistinnen und Polizisten genannt. Oder anders ausgedrückt, dort wo keine Polizei mehr ist, wird auch keine Straftat mehr angezeigt.

Wie dem Projektauftrag zu entnehmen ist, geht es daher bei der Dunkelfeldstudie des Landes MV auch um Fragen der Opferwerdung, des Anzeigeverhaltens, der Kriminalitätsfurcht und der Wahrnehmung der Polizei durch die Bevölkerung.

Die GdP erwartet, dass die durch die Studie gewonnenen Erkenntnisse durch die Landesregierung genutzt werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern und nicht in Aktenschränken verschwinden!