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GdP Mecklenburg-Vorpommern: Keine Legalisierung von Cannabis

Schwerin.

Als Berufsvertretung der Polizisten, die tagtäglich auf der Straße mit den Problemen des Drogenkonsums und der Drogenkriminalität zu tun haben, ist die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ganz klar gegen eine Freigabe von Cannabis. „Bei einer Legalisierung von Cannabis wäre mit einer Steigerung des Rauschgiftkonsums in jedem Fall zu rechnen - mit allen gesundheitlichen und sozialen Folgen", so der GdP-Landesvorsitzende Christian Schumacher.

Zwar würde durch eine Legalisierung die statistisch erfasste Kriminalität logischerweise sinken. Ob aber dadurch drogenbedingte Verkehrsunfälle oder Angriffe auf andere unterbleiben, erscheint doch sehr fraglich.
Gerade die Werbemöglichkeiten eines legalisierten Rauschgiftmarktes sind mit Sorge zu betrachten. Zumindest theoretisch könnten sich die Produzenten und Händler dann offener Marketingmethoden bedienen und so den Absatz und den Konsum von Drogen ankurbeln.

Auch hat der heutige moderne Anbau von Cannabis zu einem bedeutend höheren Anteil des Wirkstoffgehaltes THC (Tetrahydrocannabinol) der Pflanzen geführt. So sind im Einzelfall bereits THC-Gehalte von über 30 Prozent ermittelt worden. (Im Vergleich - noch vor 10 - 15 Jahren, im Naturanbau, bewegte sich der THC-Gehalt bei Marihuana durchschnittlich zwischen ein und fünf Prozent)

„Anstatt sich Gedanken um eine Legalisierung zu machen, sollte es ein Hauptanliegen von Politikern sein, die Drogenprävention zu verbessern", sagt der GdP-Landesvorsitzende Christian Schumacher.