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GdP NRW: Aus Wutpunkten Handlungspunkte machen!

Düsseldorf.

Im Vorfeld des morgigen Blitz-Marathons fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass die Zahl der Verkehrskontrollen dauerhaft erhöht wird. „Die große Resonanz auf den Wutpunkte-Aufruf des Innenministers zeigt, dass die Bürger von der Polizei erwarten, dass sie Raser konsequent aus dem Verkehr zieht. Darauf muss der Innenminister reagieren“, sagte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter. „Der geplante Blitz-Marathon ist ein toller Anlass, um das Thema Rasen in die Medien zu tragen. Aber drei Blitz-Marathons im Jahr reichen noch nicht, damit die Zahl der Verkehrsopfer nachhaltig gesenkt werden kann.“ Die GdP erwartet deshalb von Innenminister Ralf Jäger (SPD) ein schlüssiges Gesamtkonzept, wie die Zahl der Verkehrskontrollen auch außerhalb des Blitz-Marathons erhöht werden soll. „Dazu gehört eine ehrliche Diskussion über die Frage, wie viel Personal die Polizei braucht, um Unfallschwerpunkte nicht nur partiell überwachen zu können.“

Eine Absage erteilt die GdP hingegen allen Überlegungen, die Zahl der Verkehrskontrollen dadurch zu erhöhen, dass die Polizei nur noch blitzt, statt die Verkehrssünder anzuhalten. „Wir wollen die Köpfe der Raser erreichen, nicht deren Portemonnaie“, erläutert Richter. „Deshalb gehört bei Rasern die Belehrung nach dem Verkehrsverstoß zwingend dazu, weil sich sonst an deren Verhalten nichts ändert.“

Auch die zunehmende Zahl der Geschwindigkeitskontrollen durch die Städte sieht die GdP kritisch. „Wir brauchen mehr Kontrollen, weil sonst immer mehr gerast wird. Aber die Blitzer der Kommunen stehen oft an Stellen, wo sie das meiste Geld in die leeren Kassen spülen, und nicht an den Unfallschwerpunkten. Auch das ist ein Wutpunkt“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende.