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GdP NRW: Bereits 2012 droht Personalabbau

Mettmann.

In diesem Jahr stehen für die 47 Polizeibehörden in NRW weniger junge Nachwuchspolizistinnen und -polizisten zur Verfügung, als im gleichen Zeitraum aus Altersgründen ausscheiden. Darauf hat der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in NRW, Arnold Plickert, heute auf der Polizeipräsidenten-Tagung seiner Gewerkschaft in Mettmann hingewiesen. Als Ersatz für 897 in diesem Jahr ausscheidenden Polizisten erhalten die 18 Polizeipräsidien und 29 Kreispolizeibehörden am 1. September dieses Jahres nur 881 Nachwuchsbeamte. Gründe dafür sind der gestiegene Personalbedarf im Landeskriminalamt und bei der Aus- und Fortbildung sowie die zusätzlichen Arbeitsschwerpunkte wie das „Handlungskonzept Rechts“ und das Kompetenzzentrum Cybercrime.

Die GdP sieht in den aktuellen Zahlen einen Beleg für ihre Forderung, die Zahl der Neueinstellungen bei der Polizei in NRW von 1400 auf 1700 zu erhöhen. „Wir unterstützen ausdrücklich die Initiativen von Innenminister Ralf Jäger zur gezielten Bekämpfung von Rechtsextremisten und zur Eindämmung der Internetkriminalität. Aber diese Initiativen dürfen nicht dadurch finanziert werden, dass das Ministerium ständig Polizisten aus den örtlichen Polizeibehörden abzieht, sondern der Mehrbedarf muss durch zusätzliche Neueinstellungen ausgeglichen werden“, sagte Plickert.

Die Zahl der Neueinstellungen muss auch deshalb steigen, weil auf die Polizei in NRW in den kommenden Jahren eine riesige demografische Welle zurollt.