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Frauen fordern Rückkehrrecht auf Vollzeitarbeit

Internationaler Frauentag

Düsseldorf/Berlin.

Unter dem Motto „Frauen sind im Alter ärmer – warum?“ hat heute die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Düsseldorf mit einer Straßenaktion auf das steigende Altersarmutsrisiko von Frauen aufmerksam gemacht. „Auch bei der Polizei gibt es Einkommensbereiche, die so niedrig sind, dass sie unweigerlich zu Altersarmut führen“, sagte bei der Aktion zum Internationalen Frauentag die Bundesfrauenvorsitzende der GdP, Dagmar Hölzl. „Die zunehmende Altersarmut von Frauen ist das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen. Sie ist das Resultat der dramatischen Einschnitte bei der Rente, der massiven Ausweitung des Niedriglohnsektors und den immer noch fehlenden Aufstiegschancen für Frauen“, kritisierte Hölzl.

Um den Trend zu wachsender Altersarmut zu stoppen, fordern die GdP-Frauen einen Verzicht auf die vom Bundestag bereits beschlossenen weiteren Rentenkürzungen, bessere Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. „Wer bei der Polizei als Tarifbeschäftigte in der Entgeltgruppe 2 arbeitet, kommt selbst bei einer Vollzeitstelle kaum über 1200 Euro netto hinaus. Das reicht weder zum Leben, noch für eine Altersvorsorge über dem Sozialhilfeniveau“, kritisierte in Düsseldorf die Landesfrauenvorsitzende der GdP, Martina Filla.

In Ostdeutschland erhalten 16 Prozent aller Frauen eine Altersrente von weniger als 500 Euro, in Westdeutschland gilt das sogar für 26 Prozent. Verantwortlich für die niedrigen Rentenansprüche der Frauen sind auch die Phasen langer Teilzeitarbeit. Um den Trend zu immer niedrigeren Renten zu stoppen, fordert die GdP ein Rückkehrrecht auf Vollzeitarbeit. „Es ist im öffentlichen Dienst relativ leicht, in Teilzeit zu wechseln, aber vor der Rückkehr in eine Vollzeitstelle liegen oft unüberwindbare Hürden. Das muss sich ändern“, fordert die Frauengruppe der GdP.

Impressionen der GdP-Frauengruppen-Aktion am Internationalen Frauentag 2013 in Düsseldorf. Fotos: U. Barrenberg