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GdP NRW: Rasen tötet auch dann, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wird

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in der heute von Innenminister Ralf Jäger (SPD) veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr eine Bestätigung ihrer Beobachtung, dass es weniger Verkehrstote nur durch mehr Kontrollen gibt. 2013 ist in NRW die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen auf 479 gesunken. Das sind 49 Tote weniger, als im Jahr zuvor. „Dass wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal die magische Grenze von 500 Verkehrstoten unterschritten haben, zeigt, dass die massive Ausweitung der Verkehrskontrollen durch die Polizei gelohnt hat“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. „Über zwei Millionen Mal ist die Polizei im vergangenen Jahr in NRW gegen zu hohe Geschwindigkeit vorgegangen. Das ist eine Steigerung von fast 400 000 Kontrollen gegenüber dem Vorjahr. Mehr geblitzt haben wir an allen Tagen, nicht nur während des Blitzmarathons“, sagte Plickert.

Mit einem Rückgang der Verkehrstoten um 9,3 Prozent liegt NRW sogar noch über dem von der Bundesanstalt für Straßenwesen erwarteten bundesweiten Rückgang bei den Verkehrstoten um 7 – 8 Prozent.

Sorge bereitet der GdP dagegen die anhaltend hohe Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen sich die Autofahrer zwar an die zulässige Höchstgeschwindigkeit gehalten haben, angesichts der aktuellen Verkehrsverhältnisse aber trotzdem zu schnell unterwegs waren. „In NRW gibt es jedes Jahr 8 300 Verkehrsunfälle mit Personenschäden, bei denen die Fahrer zu schnell unterwegs waren, obwohl sie sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit gehalten haben. Das zeigt, dass wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis auch der letzte Autofahrer weiß, dass Rasen tötet“, sagte Plickert.