Zum Inhalt wechseln

GdP-NRW: Verletzte würden BVB-Arena komplett füllen

Düsseldorf.

Als nicht hinnehmbar hat der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) den deutlichen Anstieg der im Straßenverkehr Verunglückten um 6,9 Prozent bezeichnet. „In NRW wurden im vergangenen Jahr 78 000 Menschen im Straßenverkehr verletzt. Das sind fast so viele, wie in die ausverkaufte Dortmunder BVB-Arena passen“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter. Bei den Schwerverletzten war der Anstieg mit 13 Prozent noch höher. Bei den Verkehrstoten lag er sogar bei 15 Prozent. „Das sind Zahlen, an die wir uns nicht gewöhnen dürfen“, fordert Richter. Die GdP dringt deshalb auf mehr Verkehrskontrollen. „Leuchtturmprojekte wie der 24-Stunden-Blitzmarathon können das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen, dass Raser und Trinker im Verkehr nichts zu suchen haben, aber sie sind nur ein Baustein für eine nachhaltige Stärkung der Verkehrssicherheit.“

Um in diesem Jahr wieder zu einem Rückgang der Zahl der Verkehrsopfer zu kommen, fordert die GdP neben mehr Verkehrskontrollen eine konsequente technische Modernisierung der Verkehrsdirektionen der Polizei. „Wenn die Verkehrsunfallaufnahme in NRW bereits durchgängig digitalisiert wäre, hätten wir deutlich mehr Polizisten zur Verfügung, um die Zahl der Verkehrskontrollen zu erhöhen,“ betonte der GdP-Landesvorsitzende. Handlungsbedarf sieht die GdP zudem bei den Alkoholkontrollen. „Durch die Weigerung des Gesetzgebers, die Atemalkoholanalyse als Beweismittel im Strafverfahren zuzulassen, wird die Arbeit der Polizei massiv erschwert. Ihre Ressourcen werden durch umständliche Verfahren unnötig gebunden.“