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GdP NRW: Weniger Verkehrstote durch täglichen Kontrolldruck

Düsseldorf.

Der deutliche Rückgang der Verkehrstoten in NRW in den vergangenen Jahren ist vor allem auf die Erhöhung des täglichen Kontrolldrucks zurückzuführen, darauf hat im Vorfeld des morgen beginnenden vierten Blitz-Marathons die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hingewiesen. „Wir haben auch außerhalb des Blitz-Marathons den Kontrolldruck massiv erhöht. Das hat gewirkt“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. 2012 stieg die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen in NRW im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent, auf fast 1,7 Millionen Messungen. „In keinem Flächenland ist das Risiko so niedrig, Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls zu werden. Ohne die täglichen Kontrollen, gäbe es das Erfolgsmodell NRW nicht“, sagte Plickert.

Hinzu kommen demografische Effekte: „Jüngere rasen mehr als Ältere. Dass die Zahl der Verkehrsopfer gesunken ist, liegt auch daran, dass die Hochrisikogruppe der jungen Raser kleiner geworden ist“, sagte Plickert.

Trotz des positiven Trends hält die GdP zusätzliche Kontrollen für notwendig: Um mehr Raser aus dem Verkehr zu ziehen, fordert sie bereits seit längerem die Einführung von Section-Control in Deutschland. Dadurch könnten Geschwindigkeitsüberschreitungen auf längeren Strecken gemessen werden, zum Beispiel in Baustellen. „NRW müsste das Thema im Bundesrat nach vorne bringen“, fordert Plickert. „Das bringt mehr, als der geplante Export des Blitz-Marathons.“