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GdP NRW fordert mehr Cyberexperten für die Polizei

Düsseldorf.

Das Internet wird auch für Straftäter immer attraktiver. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert deshalb, dass auch die Polizei fit für den Tatort des 21. Jahrhunderts sein muss. „Ohne Cyberexperten kann die Polizei Straftaten im Internet nicht verfolgen. Die Opfer bleiben dann schutzlos“, sagte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter auf dem heutigen Kriminalforum seiner Gewerkschaft in Düsseldorf. Das im vergangenen Jahr gegründete Kompetenzzentrum Cyberkriminalität des LKA sei zwar ein wichtiger Schritt, um Cyberkriminelle wirksam zu bekämpfen. „Aber wir brauchen auch in den Polizeibehörden vor Ort eigene Cyberexperten“, fordert Richter. „Und wir brauchen moderne Technik, sonst hat die Polizei den Wettlauf mit den Cyberkriminellen schon verloren, bevor sie ihn aufgenommen hat.“

Weil das Internet grenzenlos ist, dringt die GdP zudem auf eine Verbesserung der Rechtshilfeabkommen mit anderen Ländern. „Wenn die Täter ihre Straftaten tausende von Kilometern entfernt ausüben können, dürfen Staatsgrenzen keine unüberwindlichen Hürden bei der Strafverfolgung sein“, fordert der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende.

Dringenden Handlungsbedarf sieht die GdP zudem bei der Nutzung von Kommunikationsdaten zu Fahndungszwecken. „Im Zeitalter des 21. Jahrhunderts muss die Polizei auch Fahndungsmethoden des 21. Jahrhunderts nutzen können“, sagte Richter in Düsseldorf. „Dass die Bundesregierung sich noch nicht einmal auf ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung einigen kann, macht Deutschland zum Paradies für Cyberkriminelle.“