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GdP NRW fordert verstärke Einstellung von Bewerbern mit Berufserfahrung

Düsseldorf.

Trotz weniger Schulabgänger hat die Polizei in NRW in den kommenden Jahren keine Probleme, genug gut qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zu finden, darauf hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) heute bei einer Anhörung des Düsseldorfer Innenausschusses hingewiesen. „Die immer wieder in die Diskussion gebrachte Forderung, die Polizei müsse auch Realschüler als Nachwuchspolizisten aufnehmen, kostet nur viel Geld, bringt aber nichts, weil die Realschüler erst in speziellen Kursen die Fachhochschulreife nachholen müssten, bevor sie ihre eigentliche Ausbildung bei der Polizei beginnen können“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert.

Handlungsbedarf sieht die GdP dagegen bei der Gewinnung von Nachwuchspolizisten, die bereits eine Berufsausbildung mitbringen. „Die Polizei hat ihr Werbekonzept zu sehr auf die Gruppe der Abiturienten konzentriert und dabei junge Menschen mit einer Berufsausbildung vernachlässigt, obwohl sie für die Polizei besonders interessant sind. Das muss sich ändern“, fordert Plickert.

Unterstützt wird die GdP dabei von Innenminister Ralf Jäger (SPD). In einem Schreiben an die GdP hatte Jäger Anfang April angekündigt, dass die Polizei in Zukunft verstärkt Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung in den Blick nehmen will. Zudem sollen die Bewerber schneller über ihren Rangordnungswert auf der Bewerberliste informiert werden. Auch das hatte die GdP gefordert, weil in der Vergangenheit besonders qualifizierte Bewerber häufig ihre Bewerbung bei der Polizei wieder zurückgezogen haben, nachdem sie zu lange auf eine Einstellungszusage warten mussten.