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GdP-NRW: Alle 90 Minuten Übergriff auf Polizeibeamte

Düsseldorf.

2009 hat es in Nordrhein-Westfalen erneut 5700 Übergriffe auf Polizeibeamte gegeben. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat deshalb Innenminister Ingo Wolf (FDP) aufgefordert, entschiedener gegen die zunehmende Gewalt gegenüber der Polizei vorzugehen. „Dass es in NRW alle 90 Minuten zu einem Übergriff auf Polizisten kommt, ist nicht hinnehmbar“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter.

„Wolf muss endlich sein Ende vergangenen Jahres gegebenes Versprechen einlösen, eine Studie zu den Ursachen der Gewalt auf den Weg zu bringen“, fordert der GdP-Vorsitzende. „Nur wenn wir die Ursachen kennen, können wir der zunehmenden Gewalt etwas entgegensetzen.“



Dieses Problem wird nach Beobachtungen der GdP auch nicht dadurch gelöst, dass im Innenministerium seit Anfang des Jahres gewalttätige Übergriffe auf Polizeibeamte gesondert erfasst werden. In der neuen Statistik werden weder die genauen Umstände der Übergriffe erhoben, noch Widerstandshandlungen in der Vergangenheit berücksichtigt.

„NRW fällt damit weit hinter die Standards zurück, zu der sich die meisten anderen Bundesländer verpflichtet haben“, erklärte Richter. „Deshalb ist zu befürchten, dass die Zahl der gewalttätigen Übergriffe auf die Polizei in den kommenden Jahren weiter wachsen wird, wenn das Land nicht endlich gegensteuert“, warnte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende.