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GdP-NRW: Erster Mai – Land unter bei der Polizei

Düsseldorf.

Für unerträglich hält die GdP NRW die Einsatzsituation rund um das kommende Wochenende mit dem 1. Mai als Höhepunkt. Frank Richter, Landesvorsitzender der GdP NRW: „Die inflationäre Zahl von Großeinsätzen am 30. April und 1. Mai bringt die Polizei nicht nur an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, sondern weit darüber hinaus. Bundesweit liegen für den 30. April / 1. Mai 72 Unterstützungsanträge aus Ländern vor, die ihre Einsätze mit eigenem Personal nicht bewältigen können. Dies ist mit dem vorhandenen Personal nicht mehr zu leisten.“

Obwohl der Deutsche Fußball Bund darauf verzichtet hätte, am 1. Mai Ligaspiele anzusetzen, gäbe es immer noch eine Vielzahl von Fußballeinsätzen, unzählige Demonstrationen, Volksfeste, andere Großveranstaltungen und nicht zuletzt den Ferienrückreiseverkehr. Dies alles sind Aufgabenstellungen, für deren sicheren Ablauf die Polizei zuständig ist, so der GdP-Landes-Chef weiter.

„Aus NRW werden sich 7 Hundertschaften zunächst auf den Weg nach Bremen machen, um dort eine rechts/links Demo zu begleiten. Nach 12 – 15 stündigem Einsatz fahren diese Kolleginnen und Kollegen dann direkt weiter nach Berlin, wo sie am 1. Mai in Kreuzberg eingesetzt werden. Solche Belastungen sind in Zeiten, in denen Arbeits- und Gesundheitsschutz groß geschrieben werden, unzumutbar.“

Der GdP-Chef in Nordrhein-Westfalen dankt in diesem Zusammenhang ausdrücklich den vielen Kolleginnen und Kollegen, ohne deren Verzicht auf ihr wohlverdientes dienstfreies Wochenende die Einsätze bundesweit nicht mehr zu bewältigen wären. Richter: „Die Politiker in unserem Land sind dringend aufgefordert, diese Situation zu ändern. Die GdP fordert seit langem zusätzliche Hundertschaften. Diese müssen schnellstmöglich bereitgestellt werden.“