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GdP-NRW: Fluchthauben helfen der Polizei

Düsseldorf.

Die GdP Nordrhein-Westfalen hat die Entscheidung von Innenminister Ingo Wolf (FDP) begrüßt, alle Steifenwagen nachträglich mit Fluchthauben auszustatten. „Dadurch können sich die Polizeibeamten endlich bei Bränden und Chemieunfällen selber schützen“, erklärte der GdP-Vorsitzende Frank Richter. Bereits nach den Unfällen in zwei Chemiefabriken in Köln-Worringen und in Wülfrath im vergangenen Jahr hatte die GdP die Anschaffung von Atemschutzmasken für die Polizei gefordert.

„Polizeibeamte sind bei Chemieunfällen häufig vor der Feuerwehr am Einsatzort. Sie müssen sich jederzeit gegen austretende Giftgase schützen können, weil sie sonst niemandem helfen können, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu begeben“, hatte Richter damals erklärt.

Die jetzt getroffene Entscheidung des Innenministeriums, die Streifenwagen flächendeckend mit Fluchthauben auszustatten, bezeichnete Richter als „sachgerecht und vernünftig“. Fluchthauben haben anderen Atemschutzsystemen gegenüber den Vorteil, dass sie auch von Bart- und Brillenträgern problemlos genutzt werden können, weil die Haube den gesamten Kopfbereich abdeckt. Zudem unterliegt der Gebrauch von Fluchthauben nicht den hohen gesundheitlichen Anforderungen, die beim Gebrauch von geschlossenen Atemschutzsystemen gefordert werden.

„Dass die Fluchthauben flächendeckend eingeführt werden, ist ein Erfolg der GdP“, erklärte Richter. „Für uns ist wichtig, dass Arbeitsschutz auch bei der Polizei kein Fremdwort ist.“