Zum Inhalt wechseln

GdP-NRW: Neue Waffenamnestie notwendig

Düsseldorf.

Der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter hat die Landesregierung aufgefordert, im Bundesrat eine Initiative für eine neue Waffenamnestie zu starten. „Der Erfolg der nach dem Amoklauf von Winnenden beschlossenen, Ende des Jahres ausgelaufenen Amnestieregelung zeigt, dass die Bürger grundsätzlich bereit sind, illegal erworbene Waffen abzugeben. Daran muss die Politik jetzt anknüpfen“, fordert Richter. „Nordrhein-Westfalen muss zum Vorreiter werden, wenn es darum geht, die Verbreitung von Waffen in Privathänden weiter zu reduzieren.“

In NRW sind im vergangenen Jahr 34 000 Waffen bei der Polizei abgegeben oder von ihr eingezogen worden, deutlich mehr wie in den Jahren zuvor. „Das ist ein wichtiges Signal, dass es uns gelingen kann, zu einem anderen, rationaleren Umgang mit Waffen zu kommen“, betont Richter. Angesichts von zwei Millionen illegaler Waffen in Deutschland dürfe sich die Politik aber nicht auf diesem Erfolg ausruhen. „Wir brauchen eine neue Initiative, wie die Verbreitung von Waffen weiter begrenzt werden kann, wenn wir einen erneuten Amoklauf wie in Winnenden verhindern wollen.“

Auch die Zahl der legalen Waffen müsse deutlich reduziert werden. „Angesichts von fast 400 000 allein in Nordrhein-Westfalen verbreiteten Kurzwaffen sowie weiteren 750 000 Langwaffen in Privathaushalten, stellt sich die Frage, ob das alles zur Ausübung des Schießsportes und zu Jagdzwecken erforderlich ist“, erklärte der GdP-Landesvorsitzende. Anders als bei der im vergangenen Jahr ausgelaufenen Waffenamnestie müssten die Bundesländer deshalb eine neue Amnestie mit einer massiven Öffentlichkeitskampagne begleiten, die auch auf die Rückgabe legal erworbener Waffen zielt.