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NRW-Verkehrsunfallzahlen:

GdP-NRW: Noch zu viele Unfälle von Kindern und Älteren

Düsseldorf.

„Der erneute Rückgang der Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten oder getöteten Menschen in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die von der Polizei ergriffenen präventiven Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit greifen“, erklärte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Peter Hugo zur heute veröffentlichten Verkehrsunfallbilanz 2008. „Sorge bereitet aber die nach wie vor zu hohe Zahl verletzter Kinder und der Anstieg der Verkehrsopfer bei den ab 65-Jährigen.

2008 wurden bei Verkehrsunfällen in NRW 7594 Kinder verletzt, 18 davon tödlich. „Das sind bedeutend zu viel“, erklärte Hugo, trotz des Rückgangs der Zahl der verletzten Kinder gegenüber dem Vorjahr. „Auch wenn Innenminister Wolf es als Erfolg wertet, dass die Zahl der verletzten Kinder in den vergangenen fünf Jahren um 1400 gesunken ist, müsse in Bezug auf die Verkehrssicherheit von Kindern mehr passieren“, fordert Hugo.

Handlungsbedarf sieht die GdP zudem in Bezug auf die älteren Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahre. 2008 wurden in NRW 8784 Menschen ab 65 Jahre bei Verkehrsunfällen verletzt, 188 davon tödlich. 2004 lag die Zahl der Verletzen ab 65 Jahre noch bei 8103. „Der Anstieg zeigt, dass wir wegen der älter werdenden Gesellschaft mehr tun müssen, um einen weiteren Anstieg in diesem Bereich zu verhindern“ betonte Hugo. Das schließe auch städtebauliche Maßnahmen mit ein, zum Beispiel den Bau von Verkehrsinseln, die Älteren ein sichereres Überqueren stärker befahrener Straßen ermöglicht.

Handlungsbedarf sieht die GdP zudem mit Blick auf den zunehmenden LKW-Verkehr auf den Straßen. 2008 stieg die Zahl der bei LKW-Unfällen getöteten Menschen in NRW auf 169. Das sind 3,1 Prozent mehr als 2007. „Die Zahl der tödlichen Unfälle in diesem Bereich lässt sich nur durch eine höhere Kontrolldichte des LKW-Verkehrs und durch eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene erreichen“, erklärte Hugo.