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GdP-NRW: Oberhausener Gewalttat war Mordversuch

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den in der heutigen Nacht verübten brutalen Angriff eines 30-jährigen Oberhauseners auf mehrere Polizeibeamte als „gezielten Mordversuch“ verurteilt. „Oberhausen ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Wochen, in der Kriminelle in NRW versucht haben, Polizisten zu ermorden. Auch in der Vergangenheit hat es Angriffe auf Polizisten gegeben. Aber die Brutalität und Kaltschnäuzigkeit der Gewalttaten, die selbst vor einem Menschenleben nicht halt macht, ist neu“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter. Die GdP erwartet, dass der Oberhausener Gewalttäter mit aller Härte des Gesetzes bestraft wird. „Ein versuchter Mord muss als versuchter Mord geahndet werden“.

Zudem fordert die GdP eine breite gesellschaftliche Debatte zur Ächtung von Gewalt. „Die zunehmende Bereitschaft von Teilen der Gesellschaft zur Anwendung selbst brutalster Gewalt trifft nicht nur die Polizei, sondern sie kann jeden treffen. Deshalb brauchen wir eine gesellschaftliche Ächtung von Gewalt, statt ständig wegzuschauen, wenn wieder irgendwo etwas passiert.“ Alleine in NRW sind im vergangenen Jahr 1734 Polizistinnen und Polizisten während ihres Dienstes durch Angriffe verletzt worden, 13 von ihnen schwer. Das sind doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren.