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GdP-NRW: Opferschutz muss gestärkt werden

Düsseldorf.

Der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter fordert, dass der Opferschutz bei Einbrüchen gestärkt wird. „Bei Wohnungseinbrüchen werden oft nur kleine Beträge gestohlen“, sagte Richter auf dem heutigen Kriminalforum seiner Gewerkschaft, „trotzdem ist ein Einbruch in die eigene Wohnung für die Opfer kein Bagatelldelikt, sondern ein schwerwiegender Eingriff in die eigene Intimsphäre.“ Opfer von Wohnungseinbrüchen würden das Gefühl verlieren, in der eigenen Wohnung sicher zu sein. Viele würden befürchten, erneut Opfer einer Folgetat zu werden. „Deshalb muss der Opferschutz nach einem Wohnungseinbruch stärker in das Zentrum der polizeilichen Arbeit gerückt werden“, sagte Richter.

Zudem tritt die GdP für eine Stärkung der Beratungs- und Aufklärungsarbeit der Polizei ein. „Dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW in den vergangenen Jahren von fast 45 000 Fällen auf nur 38 000 Fälle pro Jahr zurück gegangen ist, ist auch ein Erfolg der polizeilichen Aufklärungsarbeit“, sagte Richter. Die Schlussfolgerung, dass wir auf Grund der rückläufigen Fallzahlen jetzt bei der Präventionsarbeit der Polizei sparen können, sei jedoch ein Trugschluss. Die Zahl der Wohnungseinbrüche würde dann schnell wieder nach oben gehen.

Wie der Opferschutz nach einem Einbruch gestärkt werden kann und was die Haus- und Wohnungseigentümer tun können, um ihre eigene Wohnung besser zu schützen, diskutieren auf dem eintägigen Kriminalforum der GdP Einbruchs- und Opferschutzexperten der nordrhein-westfälischen Polizei. Unter den Referenten des Forums ist auch der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer.