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GdP-NRW: Qualität aus dem Trageversuch zum Standard machen!

Düsseldorf.

Die GdP unterstützt die vom Innenministerium angekündigte Einführung der neuen, blauen Polizeiuniform in NRW. „Beim Tragekomfort und bei der Alltagstauglichkeit entsprechen die über ein Jahr bei den Polizeibehörden in Bielefeld, Krefeld und Mettmann getesteten Uniform den veränderten Anforderungen an den Polizeiberuf“, erklärte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Herbert Uebler zu den heute präsentierten Ergebnissen des Trageversuchs. „Auch mit Blick auf die Multifunktionalität ist die neue Uniform dem bisherigen, noch aus den siebziger Jahren stammenden Vorläufermodell überlegen.“

Allerdings warnte Uebler, der zugleich Vorsitzender des Hauptpersonalrats der Polizei in NRW ist, die Landesregierung vor Qualitätsabstrichen bei der EU-weiten Ausschreibung der neuen Uniform. „Das Innenministerium muss dafür Sorge tragen, dass die Qualitätsstandards des Trageversuchs bei der EU-weiten Ausschreibung zu Grunde gelegt werden“, forderte Uebler. Die Ankündigung von Innenminister Ingo Wolf, die Entscheidung über die Vergabe der neuen Uniform zu 80 Prozent von der Qualität abhängig zu machen und nur zu 20 Prozent vom Preis, dürfe nicht im nachhinein aufgeweicht werden.

Zudem fordert Uebler, dass Polizeibeamte, die sowohl Büro- als auch Wachdienstfunktionen wahrnehmen, die notwendigen Uniformteile für beide Dienstbereiche bekommen. „Es muss sichergestellt sein, dass Polizeibeamte die zwei Aufgabenbereiche parallel wahrnehmen, weil sie zum Beispiel im Bezirks- und Ermittlungsdienst eingesetzt sind, bei der Ausstattung mit der notwendigen Uniform nicht benachteiligt werden.“

Damit Polizeibeamte auch nach Einführung der blauen Uniform von den Bürgerinnen und Bürgern zweifelsfrei als Polizisten erkannt werden, muss die neue Unform zudem, wie bei den Trageversuchen erprobt, deutlich er-kennbar den Schriftzug „Polizei“ tragen.