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Love-Parade-Tragödie in Duisburg:

GdP-NRW: Schallers Weigerung ist feige und unerhört

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den erneuten Versuch des Loveparade-Veranstalters Rainer Schaller, sich der eigenen Verantwortung für die Tragödie bei der Duisburger Loveparade zu entziehen, massiv kritisiert. „Schallers Weigerung, dem Innenausschuss am kommenden Donnerstag Rede und Antwort für die Ursache der Massenpanik bei der Loveparade zu stehen, ist feige und unerhört“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter. „Wenn es Schaller wirklich um eine rückhaltlose Aufklärung ginge, würde er nicht den Ermittlungsbehörden ständig die Arbeit erschweren.“

„Diese Verantwortung lässt sich nicht dadurch umgehen, dass Schaller Videomitschnitte ins Internet stellt, die ohne den entsprechenden Kontext keinen Betrag zur Klärung der Ursachen leisten“, sagte Richter. Schaller zeige mit der Veröffentlichung des Videomaterials nur die Folgen seines eigenen Versagens als Veranstalter. Die verlogenen Angaben über die Besucherzahlen, sein unbrauchbares Sicherheitskonzept, das viel zu späte Öffnen des Geländes, die gravierenden Fehler an den Einlassstellen und der mangelhafte Ordnereinsatz waren wesentliche Ursachen der Katastrophe.

„Die pauschalen Vorwürfe gegen die eingesetzten Polizeibeamten, die unter Einsatz ihrer Lebens Menschen in der Massenpanik gerettet haben, machen wütend und sprachlos“, ergänzte Richter, „Staatsanwaltschaft und Polizei arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung der Ursachen.“