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GdP-NRW: Sicherheitsrelevante Spiele nicht am Freitagabend

Düsseldorf.

Der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter hat bei der Eröffnung des heutigen Fußball-Forums seiner Gewerkschaft in der Schalke-Veltins-Arena in Gelsenkirchen den DFB aufgefordert, mehr für die Eingrenzung der Gewalt bei Fußballspielen zu tun. Richter fordert, dass die Bundesligaspiele „nicht ausschließlich nach kommerziellen Verwertungsinteressen“ terminiert werden, sondern dass bei der Festlegung des Spielplans auch Sicherheitsaspekte eine Rolle spielen. „Der DFB muss sicherstellen, dass brisante Spiele mit einem hohen Gewaltpotenzial nicht ausgerechnet an einem Freitagabend stattfinden“, erklärte Richter. Das gelte insbesondere für Spiele, bei denen es bereits in der Vergangenheit zu massiven Gewaltauseinandersetzungen gekommen ist.

Zugleich hat sich der GdP-Vorsitzende gegen eine in den vergangenen Monaten in der Öffentlichkeit diskutierte finanzielle Beteiligung des DFB an den Kosten der Polizeieinsätze im Umfeld der Fußballspiele ausgesprochen. „Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ist Aufgabe des Staates. Sie ist Aufgabe der Polizei und nicht Aufgabe privater Vereine“, erklärte Richter.“Für Fußballspiele gilt nichts anderes, als zum Beispiel für Karnevalsumzüge oder für eine Fronleichnamsprozession. Auch dort käme niemand auf die Idee, die Veranstalter für den Polizeieinsatz zur Kasse zu bitten.“

Unter dem Titel „Fußball ohne Gewalt – eine Chance für NRW“ diskutieren heute in Gelsenkirchen mehr als 150 Polizeipraktiker aus ganz NRW, Entscheidungsträger des Innenministeriums, Vertreter des DFB und der Fan-Projekte über Maßnahmen zur Eindämmung der Gewalt bei Fußballspielen.