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GdP-NRW: Weniger Verkehrs-Kontrolle wäre tödlich

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat davor gewarnt, dass die Zahl der Verkehrstoten in NRW wegen des wachsenden Personalmangels bei der Polizei in den kommenden Jahren wieder steigen könnte. „Dass die Zahl der Verkehrstoten 2009 erneut leicht auf 621 Tote gesunken ist, ist vor allem auf die erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei zurückzuführen. Die Landesregierung gefährdet diesen Erfolg, wenn sie in den kommenden Jahren nicht mindestens so viele Polizisten neu einstellt, wie in Ruhestand gehen“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter. „Wenn niemand mehr da ist, der die Autofahrer kontrollieren kann, wird die Zahl der Verkehrsopfer schnell wieder steigen. Vor allem bei Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit und wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.“

Sorge bereitet der GdP auch die nach wie vor zu hohe Gesamtzahl der Verkehrsunfälle. Im vergangenen Jahr gab es nach der heute veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik 2009 in NRW 560 000 Verkehrsunfälle. „Mehr als 1500 Unfälle pro Tag sind deutlich zu viel“, sagte Richter. Zudem fordert die GdP ein konsequentes Durchgreifen bei Fahrerflucht. Bei jedem fünften Unfall ist es im vergangenen Jahr zu einer Fahrerflucht gekommen. Nur knapp die Hälfte der Fälle konnte aufgeklärt werden. „In diesem Bereich müssen wir unsere Anstrengungen verstärken“, fordert Richter, „denn für die Unfallopfer ist Fahrerflucht alles andere als ein Kavaliersdelikt.“

Dass die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei ausgebaut werden muss, zeigt auch eine andere Zahl: Alleine zwischen dem 1. und dem 3. Februar, den beiden Haupttagen der derzeitigen Schlechtwetterperiode, haben sich in NRW neben dem normalen Unfallgeschehen 1659 witterungsbedingte Verkehrsunfälle ereignet. Ihnen fielen ein Toter, 21 Schwer- und 88 Leichtverletzte zum Opfer.