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GdP-NRW bedauert Abberufung des Bochumer Polizeipräsidenten Wenner

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die heutige Entscheidung der Landesregierung, den Bochumer Polizeipräsidenten Thomas Wenner in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen, bedauert. „Mit Wenner verliert die Polizei in Nordrhein-Westfalen einer ihrer markantesten Köpfe“, erklärte der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter. „Als Behördenleiter hat Wenner nicht immer dieselben Positionen vertreten, wie sie von der GdP verfolgt werden, aber er war für die Bochumer Polizistinnen und Polizisten, für den Personalrat und die GdP ein verlässlicher Ansprechpartner, dessen Wort gilt“, betonte Richter.

„Als pragmatisch orientierter Polizeipräsident hat Wenner hohe Anforderungen an die Beschäftigten seiner Behörde gestellt“, ergänzte der GdP-Landesvorsitzende, „aber er hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

Zu den Leistungen Wenners zählt auch dessen frühes Eintreten für ein demokratisches Mitbestimmungsrecht für den öffentlichen Dienst. Bereits unmittelbar nach seinem Amtsantritt als Polizeipräsident 1993 hatte Wenner mit den Beschäftigten der Bochumer Polizei einen Behördenvertrag geschlossen, der weit über die damals geltenden Mitbestimmungsrechte hinaus ging.

„Wenner war ein streitbarer, erfolgreicher Polizeipräsidenten, der sich für die Innere Sicherheit in NRW verdient gemacht hat“, erklärte Richter.