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GdP-NRW erreicht Vorziehen der Wiederholerprüfung

Düsseldorf.

Die knapp 50 angehenden Polizeibeamten, die in diesem Sommer ihre Abschlussprüfung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) nicht bestanden haben, müssen kein ganzes Jahr warten, um ihre Prüfung zu wiederholen, sondern erhalten bereits Anfang 2011 eine zweite Chance, ihre Ausbildung zu beenden. Das hat das Innenministerium auf Initiative der Gewerkschaft der Polizei (GdP) entschieden. „Wir brauchen in den Wachen jede Kollegin und jeden Kollegen, um die immer größer werdenden Löcher zu stopfen. Deshalb ist es gut, dass die unsinnige Wartezeit für die Wiederholungsprüfung jetzt vom Tisch ist“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter.

In diesem Jahr ist die Personalnot bei der Polizei besonders groß, weil die noch von der alten Landesregierung beschlossene Heraufsetzung der Einstellungszahlen von 500 auf 1100 Polizeianwärter erst ab September 2011 greift. Erst dann steht der erste einstellungsstarke Jahrgang nach Ende des dreijährigen Studiums für den aktiven Polizeidienst zur Verfügung.

2008 ist das Diplomstudium Polizeivollzugswesen zudem auf einen Bachelor-Abschluss umgestellt worden. Die Polizeianwärterinnen und -anwärter, die in diesem Jahr durch die Abschlussprüfung gefallen sind, können deshalb nicht einfach ein Jahr an ihr Studium anhängen. Sie sollen statt dessen in gesonderten Kompaktkursen auf die Prüfung vorbereitet werden. Auch das hatte die GdP zuvor gefordert.