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GdP Niedersachsen: Form der Kriminalitätsbekämpfung hat sich bewährt

Hannover.

Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen hat sich die integrierte Verbrechensbekämpfung der vergangenen Jahre eindeutig bewährt. Der niedersächsische Richterbund (NRB) hatte kritisiert, dass sich die Ermittlungsarbeit seit der Polizeireform 1994 angeblich verschlechtert habe.

„Die GdP steht zu der seit fast 20 Jahren bewährten Form der Polizeiarbeit und wird sich weiterhin massiv gegen eine Spaltung von Schutz- und Kriminalpolizei stellen. Wir gehen davon aus, dass die neue Landesregierung an der gemeinsamen Ausbildung und der integrierten Kriminalitätsbekämpfung festhält, was nicht heißt, dass es nicht auch Verbesserungsbedarf gibt“, sagt GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff. „Pauschalkritik und Spaltungsversuche sind wenig hilfreich. Anstatt seitens des NRB in den Gesprächen mit Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten konkrete Einzelprobleme anzusprechen, wird hier ein gut funktionierendes System polizeilicher Arbeit schlecht gemacht“, kritisiert Schilff. Das gemeinsame Studium angehender Polizistinnen und Polizisten sowie das Kennenlernen verschiedener Bereiche in der Polizei sind notwendig und bilden die Grundlage einer späteren Spezialisierung.

Nach Auffassung der GdP gibt es an anderen Stellen weitaus größeren Handlungsbedarf. „Wir brauchen eine gerechte Bewertung der Dienstposten und erheblich mehr Beförderungsmöglichkeiten, um die Attraktivität des Polizeiberufs zu erhöhen“, fordert der GdP-Landesvorsitzende. Außerdem müsse es verbesserte Perspektiven für Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamte geben. Diese Bereiche seien von der alten Landesregierung vernachlässigt worden.