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GdP Niedersachsen: Großer Personalaufwand bei Blitzermarathon für wenig Nachhaltigkeit

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen weist anlässlich des Blitzermarathons am 16. April auf das Ungleichgewicht zwischen dem fehlenden dauerhaften Effekt dieser Verkehrsüberwachung und dem dafür benötigten hohen Personalaufwand hin. Andere Aufgaben müssten dementsprechend zurückstehen.

„Mit Blick auf die zunehmende Aufgabenfülle und die drängenden Personalnöte bei der Polizei sollte es statt Blitzermarathons mehr dauerhafte polizeiliche Präsenz auf der Straße geben", sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Damit sei das Problem der überhöhten Geschwindigkeit viel besser in den Griff zu bekommen. Durch die seit Jahren fortschreitende Ausdünnung der polizeilichen Verkehrsüberwachung wird der von der Politik vom Blitzmarathon erhoffte Effekt daher sehr schnell verpuffen. „Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer müssen vielmehr weiter für die Gefährdungen von sich und anderen sensibilisiert werden. Das sollte jedoch dauerhaft erfolgen und nicht nur an einem Tag im Jahr durch eine Aktion“, kritisierte Schilff, „an dem dann andere polizeiliche Aufgaben zurückgestellt werden müssten.“ Notwendig sei ausreichend Personal in allen Bereichen der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung, betonte er.