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GdP Niedersachsen: Mitarbeiterbefragung muss rasch zu Verbesserungen führen

Hannover.

Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen müssen die ersten Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung zügig zu Verbesserungen bei der Landespolizei führen. Das Innenministerium hatte zentrale Resultate dieser Befragung am 9. November vorgestellt. Insgesamt hatten rund 12.000 Personen teilgenommen, was 53 Prozent aller niedersächsischen Polizeibeschäftigten entspricht. „Ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also etwa 8.000, würden sich nicht wieder für den Polizeiberuf entscheiden. Das ist ein bedenklicher Wert“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff: „Zwei Drittel bezeichnen die Personaldecke als nicht ausreichend. Rund 80 Prozent der Befragten sehen eine Zunahme oder sogar erhebliche Zunahme der Belastungen in den zurückliegenden zehn Jahren“, stellte er fest.

Als Sofortmaßnahme müsse darum mehr Personal eingestellt werden, zumal die Arbeit bei der Polizei angesichts der Flüchtlingssituation nicht weniger werde. „Außerdem müssen die beruflichen Perspektiven schnellstmöglich ausgebaut und das als ungerecht eingestufte Beurteilungsverfahren abgeschafft werden“, forderte Schilff.

„Erfreulich ist jedoch, dass Vorgesetzte in aller Regel positiv gesehen werden und grundsätzlich ein gutes Teamklima vorherrscht“, ergänzte Schilff. Es sei sehr wichtig gewesen, dass der Innenminister diese Mitarbeiterbefragung durchgeführt habe und deshalb begrüße die GdP die Maßnahme. „Schon in der vergangenen Legislaturperiode hatte die GdP dies gegenüber der CDU-/FDP-Landesregierung gefordert“, sagte der Landesvorsitzende. Nunmehr müssten die Ergebnisse in ihrer Gesamtheit ernst genommen und umgehend die notwendigen Schlüsse gezogen werden, betonte Schilff.