Zum Inhalt wechseln

GdP Niedersachsen: Prozess in Aurich hat begonnen - GdP-Vertreter vor Ort

Aurich.

Zu Beginn des Auricher Prozesses am 20. August 2012 gegen den mutmaßlichen Mörder der elfjährigen Lena waren der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff und sein Stellvertreter Klaus Dierker - gleichzeitig GdP-Bezirksgruppenvorsitzender Osnabrück - im Sitzungssaal anwesend. Sie beobachteten den Auftakt der Verhandlungen vor dem Landgericht gegen den 18 Jahre alten Verdächtigen und standen den zahlreichen Medienvertretern als Ansprechpartner zur Verfügung. Insbesondere führten Dietmar Schilff und Klaus Dierker Gespräche mit anwesenden Kolleginnen und Kollegen der Polizei, um die Unterstützung der GdP zu verdeutlichen.

„Es ist uns besonders wichtig, hier Flagge zu zeigen, weil es sich um ein unfassbares Verbrechen handelt, das uns sehr traurig macht“, sagt der GdP-Landesvorsitzende. „Unser Beileid und unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen des Mädchens. Darüber hinaus sind unsere Gedanken bei allen Kolleginnen und Kollegen der Polizei, die sich mit diesem Fall auseinandersetzen“, ergänzt er.

„In diesem Zusammenhang sind noch einmal Vorverurteilungen gegen involvierte Polizeibeamte scharf zu kritisieren“, betont Dietmar Schilff mit Blick auf Aussagen von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann. Dieser hatte am 4. April von einer schleppenden Sachbearbeitung durch einzelne Ermittlungsbeamte gesprochen und strukturelle Gründe kategorisch abgelehnt. „Hier müssen aber auch organisatorische Fragen gestellt werden. Es ist zu einfach, persönliche Verantwortlichkeiten von Polizeibeamten für diese Tragödie in den Raum zu stellen“, sagt der GdP-Landesvorsitzende. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten von einem Innenminister eigentlich, dass dieser sich bis zur internen Klärung des gesamten Vorgangs schützend vor sie stellt“, ergänzt er.

Für den Prozess vor der Großen Jugendstrafkammer sind elf Verhandlungstage angesetzt. Die GdP wird das gesamte Verfahren begleiten.