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Verkehrsunfallstatistik 2014

GdP Niedersachsen: Verkehrssicherheitsarbeit muss gestärkt werden!

Hannover.

Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen zeigt die von Innenminister Pistorius vorgestellte Verkehrsunfallstatistik deutlich, dass Prävention und Verkehrserziehung intensiviert werden müssen und die Politik die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen muss. „Verkehrskontrollen sind ein wichtiger Bestandteil polizeilicher Präventionsarbeit. Ob ihrem Sinn aber mit einer gemeinsamen Aktion von 22 Staaten einmal im Jahr genügt wird, ist zu bezweifeln,“ sagt der Landesvorsitzende der GdP, Dietmar Schilff, und begründet damit, dass: „der Wert von Geschwindigkeitskontrollen im präventiven und verkehrserzieherischen Bereich liegt. Dieser verlangt aber Kontinuität und keinen medienwirksamen Aktionismus.“ Insbesondere regelmäßige anlassfreie Kontrollen sind langfristig wirksam, weil dort eine Kommunikationsschnittstelle entsteht, die ein Gespräch über wichtige Verkehrssicherheitsaspekte erlaubt.

„Insofern erfordert die Erkenntnis, dass die Geschwindigkeit der Killer Nr. 1 im Straßenverkehr ist, die Konsequenz, dass der Verkehrssicherheitsarbeit ein höherer Stellenwert als bisher eingeräumt werden muss“ so Schilff und fordert die Politik auf, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Verkehrskontrollen bedürfen immer eines personellen Einsatzes, der leider rückläufig ist“ ergänzt Schilff.

Betroffen macht die Anzahl der Todesfälle von Kindern. Gleichzeitig zeigt aber der Umstand, dass ein Fehlverhalten der Kinder nur selten Ursache der Unfälle war, wie wichtig die Verkehrserziehung für alle Altersgruppen ist.