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GdP Niedersachsen befürwortet Ende von Blitzermarathons

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen begrüßt die Überlegungen von Innenminister Boris Pistorius, die sogenannten Blitzermarathons nicht mehr durchzuführen. „Der Effekt ist klein, der personelle Aufwand dagegen sehr groß. Darum sprechen wir uns weiterhin gegen Blitzermarathons und für die dauerhafte Präsenz der Polizei auf den Straßen aus“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

Dies ist seiner Überzeugung nach insbesondere in einem Flächenland wie Niedersachsen der richtige Weg, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Problematisch sei an den Blitzermarathons zudem, dass zu den angekündigten Zeitpunkten der großen Aktionen andere polizeiliche Aufgaben zurückgestellt würden.

„Die Menschen müssen für die Gefährdungen im Straßenverkehr wirkungsvoll sensibilisiert werden. Das sollte jedoch dauerhaft erfolgen und nicht nur an ein paar Tagen im Jahr“, betonte Schilff. Wichtig sei dabei das persönliche Gespräch mit denjenigen, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, um eine Veränderung ihres Verhaltens herbeizuführen. „Notwendig bleibt es insgesamt, auch ausreichend Personal in allen Bereichen der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung vorzuhalten, damit das Wort Bürgerpolizei mit Leben erfüllt wird“, betonte Schilff.