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Starke Kritik an verspäteter Übernahme des Tarifergebnisses auf Beamte

GdP Niedersachsen begrüßt Stellenhebungen bei der Polizei

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die von der Landesregierung für 2014 geplanten zusätzlichen 750 Stellenhebungen der Besoldungsgruppe A 9 (Kommissar/-in) nach A 11 (Hauptkommissar/-in). „Unsere konsequenten Forderungen für die Kolleginnen und Kollegen der Polizei zahlen sich damit aus. Dies ist ein erster richtiger Schritt der neuen Landesregierung für die Verbesserung der Attraktivität in der Polizei“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff nach einer Pressekonferenz im Landtag, bei der Ministerpräsident Stephan Weil die Stellenhebungen bekanntgegeben hatte.

„Ein schwerer Fehler ist allerdings die zeitverzögerte Übernahme der Tariferhöhung für den Beamtenbereich“, betonte Schilff. Das Land will die für den Beginn des nächsten Jahres vorgesehene Steigerung der Gehälter um 2,95 Prozent bei seinen Beamtinnen und Beamten erst ab dem 1. Juni 2014 umsetzen. „Das spaltet die gute Arbeit der Tarifbeschäftigten einerseits und der Beamten andererseits in zwei Lager. Hier hätte die Landesregierung mit der zeitgleichen Erhöhung ein deutliches Zeichen für die Anerkennung von gleichwertiger Leistung setzen müssen“, bemängelte der GdP-Landesvorsitzende.

„Wir werden nunmehr die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen auffordern, in den Haushaltsberatungen im Landtag für Gerechtigkeit zu sorgen und die zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses zu beschließen“, kündigte der GdP-Landesvorsitzende an. „Darüber hinaus werden wir mit GEW, Verdi und DGB über geeignete öffentlichen Maßnahmen nachdenken“, sagte Schilff abschließend.