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GdP Niedersachsen fordert Austausch von Laserdruckern bei der Polizei

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen fordert den umgehenden Austausch von landesweit rund 370 gesundheitsgefährdenden Laserdruckern bei der Polizei. Nach einer Studie des Bremer Umweltinstituts aus dem Jahr 2012 waren im Bereich der niedersächsischen Justiz schon für mehr als 4000 Arbeitsplatzdrucker des betreffenden Typs erhöhte Feinstaubwerte festgestellt worden. Die Justiz setzt diese Drucker inzwischen nicht mehr ein und beschafft für insgesamt eine Million Euro neue Geräte.

„Das Problem ist seit Ende vergangenen Jahres bekannt und wurde bereits am 17. November 2012 in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung thematisiert. Ich habe heute bei einem Gespräch mit Innenminister Pistorius den umgehenden Austausch aller in Frage kommenden Drucker eingefordert. Gerade auch im Rahmen des Gesundheitsmanagements und der Arbeitsplatzsicherheit ist eine weitere Verwendung nicht zu akzeptieren“, sagt GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff.

Bei der Polizei gebe es dazu zwar einen aktuellen Erlass mit Handlungsanweisungen. Dieser besage jedoch, dass die Behörden in eigener Zuständigkeit die erforderlichen Maßnahmen individuell und mit eigenen Ressourcen treffen sollen. „Was für die Justiz gilt, muss auch für die Polizei gelten. Es besteht sofortiger Handlungsbedarf, alle betreffenden Drucker flächendeckend auszumustern“, betont Schilff.

Der Austausch der rund 370 von der Polizei Niedersachsen eingesetzten entsprechenden Drucker würde bei einer Preisgestaltung wie im Justizbereich nach Schätzung der GdP zirka 90.000 Euro kosten.