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GdP Niedersachsen fordert „Rote Karte“ gegen Hass und Gewalt

Hannover/Braunschweig.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen fordert Hannover 96 und auch Eintracht Braunschweig zu einschneidenden Maßnahmen gegen die Gewalttäter vom Niedersachsen-Derby auf. Am 8. November war es in der Landeshauptstadt zu Angriffen auf Polizei- und Ordnungskräfte, zum Gebrauch von Pyro-Technik im Stadion und zur Verwendung von Hassparolen gekommen.

„Die beiden Vereine und ihre Mannschaften müssen sich aktiv von Personen distanzieren, die beim Fußball Hass schüren und Straftaten begehen. Solche Menschen brauchen wir nicht in den Stadien“, fordert der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „Die GdP ist es endgültig leid, immer wieder verletzte oder beleidigte Kolleginnen und Kollegen beklagen zu müssen! Die Zeit des Redens muss nun vorbei sein, konsequentes Handeln ist umgehend erforderlich. 14 verletzte Polizistinnen und Polizisten sind zu konstatieren. So macht Fußball keine Freude mehr. Das Niedersachsen-Derby wurde von Gewalttätern missbraucht.“ Allein der Einsatz von mehr als 2.000 Ordnungsdiensten und Polizei habe verhindert, dass es nicht zu schwereren Verletzungen gekommen sei.

„Es handelt sich bei den Gewalttätern nicht um Fans. Es ist bekannt, wo sie in den Kurven stehen und ihre Privilegien ausnutzen. Sie werden von den Mannschaften und Vereinen immer noch positiv behandelt. Nach den Partien gehen die Spieler sogar zu ihnen, hofieren sie und applaudieren, obwohl diese Gruppen für die Ausschreitungen verantwortlich sind. Damit muss jetzt endgültig Schluss sein!“, verlangt der GdP-Landesvorsitzende. Ein Schreiben der GdP Niedersachsen mit entsprechenden Forderungen geht den Vereinen in dieser Woche zu.

Die friedlichen, echten Fußballfans ermuntert Schilff erneut zum gemeinschaftlichen Auspfeifen von unfairen, beleidigenden und gewalttätigen Handlungen in den Arenen. „Gemeinsam und fair ist die Devise, nicht gegeneinander und unfair“, betont er.