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GdP Niedersachsen fordert höhere Zuschläge für Dienste zu ungünstigen Zeiten

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen verlangt die Erhöhung der Zuschläge für Dienste zu ungünstigen Zeiten (DuZ). Darunter fallen Schichten in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen. „Die Polizei arbeitet selbstverständlich rund um die Uhr. Doch die finanziellen Zuschläge beim DuZ beginnen bei 77 Cent pro Stunde und erreichen maximal 2,72 Euro an Sonn- und Feiertagen. Das sind geradezu lächerliche Beträge für diese schwere Arbeit“, bemängelte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

Auch die völlige Streichung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes aus dem Jahr 2005 sei eine große Ungerechtigkeit gewesen, die zeitnah korrigiert werden müsse.

„Von Polizistinnen und Polizisten wird gerade jetzt enorm viel verlangt, darum ist es an der Zeit, endlich ein Zeichen echter Wertschätzung zu setzen. Die Zuschläge für DuZ müssen auf fünf Euro pro Stunde erhöht werden, außerdem haben die Kolleginnen und Kollegen ein Weihnachtsgeld verdient“, forderte Schilff. „Für Beschäftigte anderer Branchen, die bei Nacht- oder Feiertagsschichten teilweise erhebliche Zulagen erhalten, mag dieser Betrag sehr niedrig wirken. Doch für die Polizistinnen und Polizisten wäre diese Anhebung der dringend benötigte erste Schritt zur Anerkennung ihrer Leistungen“, betonte der GdP-Landesvorsitzende.

In Hessen und bei der Bundespolizei konnte die GdP die verantwortliche Politik vor kurzem dazu bewegen, die Erschwerniszulage DuZ zu erhöhen. Diesen guten Beispielen müsse Niedersachsen nun folgen.